Weil wir so sind…
Thursday July 29th 2010

Radmarathon Bodensee 2009- Die Herausforderung

Zur Vorbereitung auf das Ironmanprojekt 2011 wählten Willy und ich uns den Bodenseeradmarathon aus. 220km ist die Goldtour lang und die Tour  führt uns durch Deutschland, Österreich und der Schweiz. Als Krönung lockte uns die Goldmedaille, die jedem Finisher zur Belohnung der 220km-Strecke verliehen wurde.

Aber jetzt erstmal der Reihe nach. Am Freitag, den 11. September fuhren wir runter zum Bodensee. Unser Ziel Unteruhldingen bei Meersburg, das am kommenden Tag unser Startort war. Nach über 700km Fahrt kamen wir in Unteruhldingen an. Unser Hotel hatte den Charme und die Ausstattung eines Hotels aus den 70er Jahren, seit dieser Zeit wurden auch sicherlich keine Renovierungen mehr durchgeführt. Aber was solls, wir hatten ja auch höheres im Sinn. Abends folgte die obligatorische Pastaparty beim Italiener.

Samstag 12. September. Morgens klingelte der Wecker um 5:30Uhr. Der Tag der Entscheidung hatte begonnen. Ein kurzer Blick aus dem Fenster, alles war noch stockduster, das Thermometer zeigte 13 Grad, aber der Wettterbericht hatte gutes Wetter mit Sonnenschein und Temperaturen bis 21 Grad vorausgesagt. Beim Frühstück trafen wir noch zwei Gleichgesinnte. Ein Radfahrerehepaar aus Belgien (die Belgier sind anscheinend überall…). Dann ging es los. Nach kurzer Zeit kamen wir an unserem Startort Meersburg an. Dort herrschte bereits ein reges Treiben, lauter Sportler, die sich der Herausforderung stellen wollten. Schnell wurden die Räder startklar gemacht und dann ging es kurz nach 7:00 Uhr auch für uns auf die lange Strecke durch drei Länder rund um den Bodensee. Unser erstes Teilstück führte uns durch die Apfelplantagen nach Ailingen und war sehr hügelig. Dies war ein erster Vorgeschmack auf das, was noch kommen sollte. Nach kurzem Stop, Teilnehmerkarte abstempeln lassen , essen und trinken,  ging es zum nächsten Posten nach Schlachters, jetzt wurde die Strecke  wieder etwas flacher und wir passierten die österreichische Grenze.  Weiter ging es über Bregenz (schreckliche Stadtdurchfahrt) nach Altenrhein. Nun waren wir bereits in der Schweiz angekommen und hatten unsere ersten 100km absolviert. Jetzt hieß es wieder Teilnehmerkarte abstempeln lassen, essen und trinken und weiter ging es auf die 44km lange Stecke nach Tägerwilen. Auf der Fahrt dorthin klingten wir uns in einer großen Gruppe ein , lutschen schön am Hinterrad unserer Vordermänner und sparten damit ein paar Körner für den Rest der Strecke.  An jedem Etappenort das gleiche, Teilnehmerkarte ab… und so weiter. Gut gestärkt folgte eine schnelle Etappe nach Stein am Rhein, den schönsten Etappenort. Der Anblick dieses historischen Städtchens, wenn man über die Brücke fährt ist einfach wunderschön. Jetzt hieß es noch einmal die  Kräfte richtig auftanken, denn nun zum Schluß folgte die längste Etappe mit 49km über Konstanz nach Meersburg. Zudem gab es noch einige Anstiege und dafür mußten die letzten Kräfte mobilisiert werden. die Strecke zieht sich endlos hin, jedesmal wenn man glaubte gleich Kontanz zu erreichen, dann gab es noch einen Hügel den man dafür zu bewältigten hatte. Endlich, letzte Abfahrt, letzter Anstieg und wir passierten das Ortsschild von Konstanz. Nun ging es nur noch bergab zur Fähre nach Meersburg. Geschafft, wir waren fast am Ziel. Nach kurzer Verschnaufszeit auf der Fähre erreichten wir Meersburg. Jetzt hieß es noch einmal alles geben, denn es ging über eine steile Rampe den Berg hoch zu unserem Tourziel. Nachdem wir auch diese Aufgabe gemeistert hatten, erreichten wir gegen 17:00 Uhr glücklich unser Ziel.

220km* lagen hinter uns, 08:02 Stunden Fahrzeit mit einem Schnitt von 26,2km/h, wobei wir ca. 4300kcal verbraucht haben. Zufrieden nahmen wir die Medaillen entgegen.Mit Bier, Würstchen, Kaffee und Cola feierten wir im Ziel unseren Erfolg.

Abends saßen wir draußen beim Griechen in Unteruhldingen am Hafen, tauschten unsere Erlebnisse  nochmal aus und um 22:30Uhr war wieder Bettruhe. Am Sonntag folgte dann die Heimreise, Empfang der Athleten in Beverly-Wietze und abends gemeinsame Feier mit Pasta und Vino

P.S. * laut Tacho 210km, woraufhin Dieter Willy riet den Veranstalter, aufgrund der zu kurzen Radstrecke, auf zusätzliche 500 Bonuskilometer zu verklagen.

Danke Dieter

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